Das Postamt

Keulsepoort 1, 5911 BX Venlo

1934-1941

Nach dem Abriss der mittelalterlichen Keulse Poort Ende des 19. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle ein neues Postamt gebaut, an dessen Stelle zwischen 1934 und 1941 das heutige errichtet wurde. Den markanten Eingang im Stil der ‚Deltse School‘ zieren schöne Reliefs von Charles Vos, die auf die mittelalterlichen Stadttore verweisen.


Schlichtheit als Schönheit

Das ehemalige Postamt ist ein Beispiel für die Architektur der Delfter Schule. Architektur sollte dienen und nicht im Vordergrund stehen. Schlichte Schönheit, das ist ausgesprochen niederländisch. Das Gebäude wurde vom späteren 'Rijksbouwmeester' Hessel Hoekstra entworfen.

Eröffnet wurde das Postamt im September 1941. Immer noch fällt der Haupteingang mit den Natursteinreliefs des Bildhauers Charles Vos ins Auge. Sie zeigen die Wappen von Venlo, der Provinz Limburg und das des Königreichs. Der große Schaltersaal war geräumig und übersichtlich gestaltet. Hinter einer Schalterfront aus Glas agierten die Postbeamten.

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‘Unterirdische’ Feste im Postkeller

Während des Zweiten Weltkriegs hatten die deutschen Besatzer im Postamt Soldaten einquartiert. Schon vier Tage nach der Befreiung von Venlo, am Donnerstag, dem 1. März 1945, wurde das Postamt provisorisch wiedereröffnet. Es duftete köstlich, denn die Amerikaner hatten es in eine Militärküche umgewandelt.

In der Innenstadt waren fast alle größeren Gastronomiebetriebe durch die Bombardierungen zerstört oder beschädigt worden. Im Herbst 1945 stellte deshalb die Niederländische Post PTT die großen Kellerräume unter dem Postamt als Gaststätte zur Verfügung, die passenderweise 'De Postkelder‘ genannt wurde. Der Künstler Wim Visser hatte die Wände mit Szenen aus der Geschichte Venlos dekoriert. Die „unterirdischen“-Feste im Freudentaumel der neuen Freiheit wurden legendär.

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Museum van Bommel van Dam

Im Jahr 2021 zog das Museum van Bommel van Dam in das vom Architekturbüro BiermanHenket umfassend renovierte Postgebäude um. Das Kunstfenster im Dach bekam von den Venloern den Namen "Taucherbrille" (‘de Duikbril’).

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